Flyeralarm Ruder-Bundesliga 2011

Zwischen Tradition und Innovation
Zwischen Tradition und Innovation
Die flyeralarm Ruder Bundesliga nimmt Fahrt auf für ihre 3. Saison

Wäre die RBL eine Aktie, so würden ihre Anleger in der kommenden Saison auf jeden Fall weiter an ihr festhalten. Denn  die neue Achter-Liga ‘made in Germany‘ bleibt bei Vereinen weiter hoch im Kurs. Als frisches Eventformat wird sie auch in den kommenden Monaten erneut spannenden und emotionalen Rudersport in ganz Deutschland präsentieren.

48 Achter aus dem gesamten Bundesgebiet haben ihren Lizenzstatus verlängert oder neu beantragt. Die Liga-Achter werden in zwei Männer- und einer Frauenliga die jeweiligen Innenstadt-Arenen auf der Deutschlandtournee zum Kochen bringen. „Wir sind mit dem Meldeergebnis sehr zufrieden. Wir haben die starken Bootszahlen aus dem Vorjahr halten können und freuen uns, das Projekt Bundesliga gemeinsam mit Ausrichtern und Mannschaften in den kommenden Monaten Stück für Stück weiterzuentwickeln. Da wir die Quantität gehalten und die Qualität weiter gesteigert haben, sind wir als Veranstalter wirklich sehr stolz über das entgegengebrachte Vertrauen. Dies ist eine sehr schöne Bestätigung unserer Arbeit“, blickt der 29jährige Geschäftsführer Nils Budde optimistisch auf das anlaufende dritte Jahr.

Während alle Boote aus der 1. Bundesliga ihren sportlich erworbenen „Erstligastatus“ aus der Vorsaison im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens Anfang des Jahres bestätigt haben, gab es in der 2. Bundesliga einige Umschichtungen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die sportliche Qualität in der 2. Bundesliga weiter ansteigt. Tendenziell schwächere Teams haben abgemeldet, da mittlerweile auch in der 2. Liga ein starkes Grundniveau an Leistungsfähigkeit Einzug erhalten hat. Während die schwächer strukturierten Teams wie Marburg, Osnabrück 2, Bramsche, Angaria Hannover ihre Kader nicht mehr zusammenstellen konnten, haben einige neue Teams wie Kassel, Pirna und Berlin die Herausforderung Achtersprint angenommen.
Mit dem dritten Melderekord in Folge und einem Boom der Frauen-Bundesliga können die RBL-Organisatoren die kritischen Stimmen erfolgreich wiederlegen

Einen Melderekord hat es indes bei den Frauenachtern gegeben. Hier sind mit 18 Achtern nun 25% mehr Boote als im Vorjahr am Start. Beobachtet man die Meldefelder bei den Frühjahrs-Klassikern bei den Langstreckenregatten in Amsterdam oder London, an denen 80 bzw. bei letztgenannter Veranstaltung insgesamt 300 nationale und internationale Frauenteams an den Start gehen, sollte in den kommenden Jahren auch in Deutschland die Marke von 30 bis 50 Achtern in der Bundesliga erreichbar sein. „Wir freuen uns aber schon jetzt riesig, dass wir innerhalb von zwei Jahren 15 Frauenachter mobilisieren konnten. Dies ist ein sehr guter Trend und ein wichtiges Zeichen für den Frauenrudersport, den wir auch weiterhin nachhaltig fördern und weiterentwickeln wollen. Perspektivisch ist es bis zur 2. Liga der Damen kein großer Schritt mehr. Grundsätzlich muss man sagen, dass immer mehr Vereine die Zeichen der Zeit erkennen und die lange vernachlässigte Zielgruppe der Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen 18 und 40 Jahren über das Bundesliga-Konzept nun wieder angemessen unterstützen“, so RBL-Mitarbeiterin und Sozialpädagogin Katja Schindler.

Blickt man auf die noch fehlenden starken Ruderclubs mit großen Namen, die ihre Kader erst zusammenstellen bzw. völlig neu aufbauen müssen, sieht das Potenzial für die RBL richtig rosig aus. Hier seien klingende Hochburgen wie Potsdam, Leipzig, Halle und Rostock sowie große Clubs aus  Kiel, Stuttgart etc. genannt. Insbesondere im Süden und Osten Deutschlands führen die RBL-Organisatoren intensive Gespräche, um das Clubrudern im Achter salonfähig zu machen. Und die positive Nachricht ist, dass an allen Orten die Köpfe rauchen, um im „Konzert der Bundesliga“ mit dabei zu sein. Nur gemeinsam mit den Clubs kann die flyeralarm Ruder-Bundesliga das Image des Rudersports in der Bevölkerung aufpolieren.
„Die Vereine haben die RBL mittlerweile in großer Anzahl als Plattform entdeckt, den Rudersport wieder zeitgemäß für die jugendliche und jung gebliebene Zielgruppe sowie den Zuschauern zu präsentieren. Der olympische Sport ist selbstverständlich auch weiterhin immens wichtig, aber die Bundesliga stellt das viel zu lange vermisste Format dar, mit dem die mühsam ausgebildeten Nachwuchskräfte im Vereine gehalten werden können. Ein frisches Eventformat mit elektronischer Clubmusik hat dazu geführt, dass die ersten das Achter-Rudern wieder als Lifestyle und Lebensgefühl empfinden“, so Sportmanager Budde über den Bundesliga-Boom der letzten Jahre.

Die Bundesliga ist zwar noch kein allgemeiner Trendsport, aber auf jeden Fall ein fühlbarer Trend im Rudersport, der viele neue Sportler in den Sport lockt und, als positiven Nebeneffekt, auch viele ehemalige Athleten zurück in die Clubs holt, die schon lange als verloren galten. In der Saison 2011 werden an die 200 aktive und ehemalige Kadersportler eine ruderische Qualität und Quantität in die Bundesliga bringen, die in Europa ihresgleichen sucht. Und auch der Nachwuchs drängt mittlerweile in die Bundesliga. Die Nachfragen nach einer eigenen Junioren-Liga, die den jungen Athleten ein attraktives Rennformat als Ergänzung zum 2000-Meter-Mitteldistanz-Rudern anbietet, häufen sich.

Wo so viel Dynamik, Energie und Emotion entstehen, werden natürlich auch die Sponsoren und Partner aus der Wirtschaft vermehrt angelockt. Auch dies ist ein positiver Trend, dass die Vermarktung der einzelnen Teams sukzessiv voranschreitet und der Rudersport als attraktive Plattform für den Transport der einzelnen Unternehmensideen genutzt wird.
Auch im Themengebiet Vereinsentwicklung und Marketing nimmt das Boot der RBL an Fahrt auf. Mit den mittlerweile bis zu 15 Mitarbeitern in der Geschäftsstelle in Hannovers Innenstadt werden die RBL-Clubs individuell beraten und bei ihren Marketing-Aktivitäten gezielt unterstützt. Ob über das brandneue Bundesligamagazin oder die Homepage www.ruder-bundesliga.de, die zum Saisonstart ein neues Design bekommt, die Clubs erzielen immer größere Reichweiten, um sich selbst und die Faszination Rudern attraktiv in Szene zu setzen.

Spannend ist natürlich auch der weitere Blick in die Zukunft der Bundesliga, bei der die Organisatoren mit weiterem Wachstum rechnen. Auch ein internationaler Europacup ist in Planung und wird so schnell wie möglich kommuniziert und umgesetzt. Motivation ist hierbei die Tatsache, dass der Sprint mehr und mehr in den Fokus von FISA und IOC rückt und damit auch in absehbarer Zeit olympisch wird, da viele andere Sportarten diesen Weg bereits erfolgreich mitgegangen sind.

Nachholbedarf haben die deutschen Clubs sicherlich noch an der flächendeckenden Betreuung der Bundesliga-Mannschaften durch gut ausgebildete Trainer und Steuerleute. Fakt ist, dass die Strukturen in den Vereinen noch weiter  ausgebaut und entwickelt werden müssen, damit an attraktiven Wettkampfformaten wie beispielsweise der Bundesliga auch erfolgreich teilgenommen werden kann. Am Ende profitieren schließlich die Vereine von der neuen nationalen Showbühne Bundesliga.

von: Ruder-Event GmbH & Co. KG