08.06.2011 | 2. Liga Männer | Fledermausachter Dresdenzurück

Bundesliga 2011: Fledermäuse zeigen konsequente Teamleistung

Markenzeichen Fledermaus

 Mit einem Mix aus Talent und Erfahrung wollen die Elbstädter in der Liga weiter für Furore sorgen

Im Vordergrund der Fledermausaktivitäten steht das Achterfahren als konsequente Teamleistung. Durch das regelmäßige Training in Dresden sind die aktuell 16 Teammitglieder in der Lage, in beliebigen Kombinationen miteinander zu rudern.


Seit über 15 Jahren gibt es in Dresden die rudernden Fledermäuse. Sie sind nicht nur im Achter sondern auch im Einer, Zweier oder Vierer zu bestaunen. Aber am liebsten rudert das Team mit der Fledermaus, dem schwarzen Achter, die Elbe entlang. Zuhause ist der Fledermaus-Achter im Bootshaus des USV der TU Dresden am Strom-km 49. Die Ruderer kamen zunächst aus Laubegast, Dresden und Pirna, dann aus Sachsen und inzwischen sind selbst norddeutsche und bayrische Rudervereine an dem wohl einzigartigen Projekt beteiligt. Nach vielen Erfolgen auf nationalen und internationalen Regatten startete der Fledermausachter 2010 erstmals in der zweiten flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) und landete nach einer erfolgreichen Saison auf Anhieb auf Platz 9.

„Allen gemeinsam sind die Schwielen an den Händen und der Spaß am Rudern“

Das Team besteht aus einer gesunden Mischung von jungen Leistungssportlern und erfahrenen Altmäusen. Vom Studenten über Handwerker, Unternehmer sind bis zu Beratern und Beamten viele Typen vertreten; allen gemeinsam sind die Schwielen an den Händen und der Spaß am Rudern. Im Vordergrund der Fledermausaktivitäten steht das Achterfahren als konsequente Teamleistung. Durch das regelmäßige Training in Dresden sind die aktuell 16 Teammitglieder in der Lage, in beliebigen Kombinationen miteinander zu rudern. So rudern z.B. viele Athleten sowohl auf der Backbord- wie auch auf der Steuerbordseite. Sobald acht Ruderer versammelt sind, ist auch eine Bootsbesetzung möglich. Und dann gibt es noch ein paar Hochleistungsaktive, denen die Fledermäuse zum Beginn der Saison noch die Daumen für höhere internationale Aufgaben drücken, obwohl sie eigentlich gerne zum Ende der Saison oder auch zwischendurch die Mannschaft verstärken sollen.

Auch die Hochleistungssportler bekommen ein Platz im schwarzen Achter

Auch der Name ist bei den Fledermäusen Programm: Nicht selten finden die Ausfahrten nach der Arbeit, also zur Fledermauszeit statt. Dann ist die Elbe meistens auch ein bisschen ruhiger und der Westwind bläßt weniger wild gegen die Strömung. Die nicht immer ganz leichten Ruderbedingungen in Dresden lassen sich in der Parole "Elberudern macht hart" ausdrücken. Besonders auf rauhem Wasser können die Sachsen ihre technischen Fähigkeiten ausspielen. Wer auf Stömung und Strudeln klarkommt, der fährt auch auf glattem Wasser geradeaus. Und die Fledermäuse haben manche Bugwelle von Schiffen, die länger sind als ein Achter, für Balanceübungen genutzt.

Trainerin Wiedner fährt nicht nur das Trainer-Motorboot, sondern hält auch die Steuerseile auf Kurs

Trainerin der Mannschaft ist Heike Wiedner, die häufig auch selbst am Steuer des Achters sitzt. Seit ihrer Zeit als Steuerfrau der Junioren-Nationalmannschaft lenkt und trainiert die Achter-Weltmeisterin von 1981 ihre Teams und Sportler mit großem Erfolg. Sie machte 1987 ihre Trainerlizenz und ist heute Sportmanagerin der Stadt Pirna.  Besondere Aufmerksamkeit erregte regelmäßig auch das Boot: die Fledermaus. Das im letzten Jahr vermutlich dienstälteste Schiff der gesamten Liga ist ein Prototyp der Forschungsstelle für die Entwicklung von Sportgeräten (FES), der einmal für einen Olympiaeinsatz des Deutschlandachters gedacht war. Es hat eine sehr schmale Form und eine vergleichsweise hohe Bordwand, ist also für die hochmotivierten, elberprobten Sachsen das optimale Fahrzeug. In der neuen Saison 2011 wird es davon eine noch schnellere Neuauflage geben; auf dieses einzigartige Gefährt für das Team aus Dresden ist die Ruderszene schon lange gespannt. Wir treffen uns am Boot...!




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Fledermausachter Dresden

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