Der „Germania-Achter“ will auch 2012 wieder unter die Top 5
In seiner 4. Saison der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) will der Vereins-Achter der Frankfurter RG Germania an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen und erneut zu den besten fünf Sprint-Achtern Deutschlands gehören. „Kontinuität“ war das Stichwort der Saison 2011.
Die „Frankfurter Buben“ – RBL Pressesprecher und Rennkommentator Arne Simann verpasste dem Germania-Achter diesen Spitznamen – platzierten sich an allen fünf Renntagen in der oberen Tabellenhälfte und bestätigten damit, was Ergometer-Tests und Mannschaftsgefühl schon unmittelbar vor der Saison vermuten ließen. Trainer Johannes Karg sieht den zufriedenstellenden Verlauf der vergangenen Saison als „Ergebnis unserer konsequenten Arbeit, die sich durch den fünften Platz in der Endabrechnung bezahlt machte“. Mit dem vierten Landesmeistertitel in Folge lieferte die Mannschaft den Beleg, dass sie auch über längere Distanzen sehr gut harmoniert und sorgte damit für einen äußerst erfreulichen Jahresabschluss.
Starke Ergo-Leistung gibt Selbstvertrauen
Dass sich das sympathische Team vom Main 2012 nicht auf den vergangenen Erfolgen ausruht, sondern in der Lage ist, aus diesen zusätzliche Motivation zu schöpfen, zeigte sich bereits Anfang Januar bei der Deutschen Ergomeisterschaft. Nach einem souveränen Tagessieg des „Germania-Achters“ in Ludwigshafen, bewältigte beim Finale in Kettwig lediglich die Liga-Konkurrenz aus Leverkusen die 350m-Distanz einen Tick schneller. Obwohl der Frankfurter Erstligist bedauerlicherweise zwei berufs- und studienbedingte Abgänge zu vermelden hat, kann die Kernmannschaft von 2010 und 2011 zuversichtlich in die kommende RBL-Saison gehen. "Wir haben dieses Jahr überdurchschnittlich viele Neuzugänge zu vermelden. Der Kader ist in Breite und Qualität noch einmal deutlich gewachsen", zeigt sich Team-Kapitän Rüdiger Lösel erfreut.
Erste Wettkämpfe im Mai
Bis zum ersten Bundesliga-Wettkampf im Juni wird die Mannschaft regelmäßig am Wochenende in den Achter steigen. An den Wochentagen trainieren die Teammitglieder in Kleingruppen oder individuell im Kraftraum und auf dem Ergometer. Im Mai sollen dann die ersten Regatten besucht
werden, um nach langer Auszeit wieder Wettkampfluft zu schnuppern. Ohne Zweifel wird der Germania-Achter auch beim Ruderfest in Frankfurt vertreten sein. Über die Pfingstfeiertage ist ein gemeinsames Trainingslager in Breisach geplant, wo sich die Mannschaft den letzten Feinschliff für den offiziellen Saisonstart holen möchte. "Da die Saison noch etwas später beginnt als im letzten Jahr, ist es wichtig, die Spannung nicht zu früh aufzubauen, um bis zum Ende fokussiert bleiben zu können", erläutert Lösel.
Die „bubenhafte“ Leichtigkeit beibehalten
Der Spitzname „Frankfurter Buben“ steht passender Weise auch in Verbindung mit dem Team-Geist und der Team-Philosophie. Die „bubenhafte“ Leichtigkeit und Unbeschwertheit wollen sich die Schwergewichte des Germania-Achters, trotz gestiegener Erwartungen, nämlich erhalten. Bei allem Ehrgeiz und Siegeswillen ist sich das Team nach wie vor über die Tücken eines RBL-Renntages bewusst. „Wir wollen unsere Lockerheit beibehalten und uns von kleineren Rückschlägen nicht gleich aus der Ruhe bringen lassen“, so Lösel. Mittlerweile weist der Kader eine bunte Mischung aus Jung und Alt, Berufstätigen und Studenten auf. Zur mentalen Gelassenheit gehört daher auch ein entsprechendes gegenseitiges Verständnis unter den Team-Mitgliedern, das der spezifischen Team-Struktur gerecht wird. "Wir legen viel Wert darauf, dass sich alle in das Team eingliedern und respektvoll miteinander umgehen", beschreibt Jürgen Blatzheim die Mentalität der Truppe, "Der Teamgedanke steht bei uns an erster Stelle. Das zeichnet uns aus". Gerade er weiß, wovon er spricht, da er als der Senior der „Frankfurter Buben“ vor zwei Jahren in die Germania und direkt zur RBL-Mannschaft kam.
Über die RBL hinaus
Der Germania-Achter will 2012 auch über die RBL hinaus auf sich aufmerksam machen und sieht die Teilnahme an verschiedenen regionalen Regatten vor. Krönender Abschluss der Saison soll Ende September die erneute Verteidigung der Hessenmeisterschaft im Achter sein. Als einziges Erstliga-Team haben die Frankfurter eine gewisse Vormachtstellung in Hessen, auf die sie durchaus stolz sein können. „Wir wollen sowohl auf der 350m- Sprintdistanz als auch auf der 1000m-Distanz Hessens Vorzeige-Achter sein, an dem niemand so schnell vorbei kommt“, betont Sport-Vorstand Oliver Palme.
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| Geb: | 01.01.1970 |
| Seite: | Backbord |
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