Trotz Veränderungen im Kader bleibt die Zuversicht
Der Münster-Achter hat in der Vergangenheit gezeigt, dass gerade die Kombination aus jungen und erfahrenden Ruderern eine gute Mischung sein kann, wenn man genug zusammen trainiert hat.
Der Männer-Achter des Rudervereins Münster (RVM) startet auch 2011 in der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL), allerdings mit einigen personellen Veränderungen. So verlassen aus beruflichen Gründen mit Niclas Crone, Peter Seedorf und Anders Sass gleich drei Stammkräfte die Equipe des Münster-Achters. Im Gegenzug hat man mit Alexander Kortmann und Max Böntgen zwei achtererfahrene Wiederkehrer im Kader. Beide waren schon an vielen Erfolgen des Flaggschiffes in der Vergangenheit maßgeblich beteiligt. Böntgen zuletzt als jahrelanger Schlagmann bis zur RBL-Saison 2009. Die Saison 2010 hatte der Schlag-Routinier aufgrund eines Auslandsaufenthaltes während seines Studiums aussetzen müssen.
Die jungen Wilden rücken ins Team.
Schon zur Saison 2010 gab es eine Verjüngung des Achter-Kaders durch die Aufnahme von Bernd Vienenkötter, Henrik Stange und Steuerfrau Ada Stange aus der Juniorabteilung des RVM. Dieser Trend wird nun mit Jan Becker und Raphael Korte, Junior-A-Sprintmeister 2010, fortgeführt. Korte konnte schon 2010 als Junior auf den Renntagen in Krefeld und Münster Erfahrungen im Münster-Achter sammeln. Der Achter wird komplettiert durch Kapitän Franz Winulf Baade, Timo Siebert, Jan Sauer, Sebastian Mital, Marc Rossmeier und Schlagmann Stephan Mlecko, welche alle schon im letzten Jahr zum Stamm der Mannschaft gehörten. Eine weitere Veränderung hat es auf der Position des Trainers gegeben, da sich Achtertrainer Manfred Beyer krankheitsbedingt aus dem Trainingsbetrieb zurückziehen musste. Beyer hatte den Achter über viele Jahre hinweg trainiert und war für viele Münsteraner Medaillengewinne verantwortlich.
Keine Zeit für Träumereien
Nach der guten Saison 2010, in der man sich zweimal auf dem Siegertreppchen positionieren konnte und die Bronzemedaille auf den Deutschen Sprintmeisterschaften gewann, steht man der Saison 2011 eher bescheiden gegenüber. So muss man die Mannschaft wie im letzten Jahr erst einmal auf einen Nenner bringen und sieht da auch schon die ersten Nachteile gegenüber der Konkurrenz. „ Da sind uns über Jahre eingefahrene Mannschaften wie Krefeld einen Schritt voraus“, so Teamkapitän Baade in Bezug auf den Start in die Saison. Dennoch hat sich gezeigt, dass gerade der Mix aus jungen und erfahrenen Ruderern eine gute Mischung sein kann, wenn man genug zusammen trainiert hat. So konnte sich das RVM-Flaggschiff 2010 zum Abschluss der Saison noch einmal deutlich steigern und in einem Herzschlagfinale auf dem heimischen Aasee Silber gewinnen und Rang 5 in der Abschlusstabelle sichern. Für die Saison 2011 schraubt das Team die Erwartungen nicht zu hoch. Vorerst ist das erklärte Ziel, sich in der oberen Hälfte der Tabelle zu etablieren und sich dem Heimpublikum beim RBL-Rennwochenende in Münster am 9. Juli gut zu präsentieren.
Konkurrenzsituation im Boot hält fit.
Das Trainingsrevier des Münster-Achters ist der Dortmund-Ems-Kanal. Durch seine künstliche Beschaffenheit ist er als Trainingsort ideal, da er frei von Strömung ist. Hier ist es möglich, die notwendigen Trainingskilometer zu errudern. Im Winter lag die Priorität klar bei dem Aufbau der physischen Voraussetzungen, welche vor allem durch Training in dem vereinseigenen Kraft- und Ergometerraum erarbeitet wurden. Auch wurde während der eisfreien Zeit die rudererische Qualität durch Einheiten im Zweier und Vierer verbessert. Im Frühjahr wird der Schwerpunkt des Trainings immer mehr auf das Wasser verlagert, auf dem dann das „Achter-Rudern“ im Vordergrund steht. Auf Grund des großen Kaders werden aber auch Trainingseinheiten in kleineren Bootsklassen weiterhin zum Trainingsalltag gehören. Die daraus resultierende Konkurrenzsituation innerhalb des Teams hat auch einen positiven Effekt, da sie die Trainingsmoral steigert, weil jeder Athlet natürlich in der Bundesliga starten möchte. Der Münster-Achter sieht der Saison mit Spannung entgegen, da man endlich wieder im Wettkampf Kräfte messen möchte. „Und so oder so wird mit dem Münsterachter zu rechnen sein! Wir sind immer für eine Überraschung gut!“, ist sich Teamkapitän Baade sicher.
| Persönliche Daten: |
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| Name: | Franz Winulf Baade |
| Funktion: | Athlet/-in Trainer/-in
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| Geb: | 31.05.1983 |
| Größe: | 196 cm |
| Gewicht: | 95 kg |
| Beruf: | Studium Bauingenierwesen, MSc |
| Bisherige Vereine: | Ruderabteilung des TSV Bremervörde v. 1962 |
| Ergometer Bestzeit: | 52,5 Sek. (350m) |
| Erfolge: | DSM Gold SM 2x, EUC 4. SM 2x, Medaillien DSM (SM2x,SM8+) , Landesmeister Nds.,Nrw |
Highlights 2009Schlagmann Max Böntgen verließ nach der Saison 2009 das Team studienbedingt, in diesem Jahr wird u.a. Neuzugang Stephan Mlecko (ehemals Rhein-Ruhr Predators) das Team verstärken.
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